Arran 20 Old Particular DL, 44,4%

 

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Nach und nach kommen jetzt die richtig alten Abfüllungen von Arran auf den Markt. Der erste Whisky floss vor fast genau 22 Jahren im Juni 1995 aus den Brennblasen und viele Abfüller kauften sich damals Fässer von der jungen Destillerie oder ließen eigene befüllen.
Dieser hier wurde von Douglas Laing in der Serie „Old Particular“ herausgebracht. Das Design der Flaschen finde ich äußerst ansprechend. Aber es kommt ja auf den Inhalt an! Und der lockt hier auch mit einem satten dunklen Braun. Und ich wollte mich doch nicht mehr von der Farbe eines Whiskys leiten lassen…
Nette 44,4%, natürlich ohne Farbe (man hätte ihn eigentlich nur ent-färben können…) und trotz des geringen Alkoholgehalts ohne Kühlfiltration.

 

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Im Glas

Wie starker Schwarztee liegt er im Glas, schwer und dunkelbraun und verheißungsvoll.

Nase

Eine alte muffige Lederjacke, schwerer Tabak, feucht-modriges Holz, Salzkaramell, Zartbitterschokolade, würziger dunkler Honig, Früchte kommen nicht wirklich durch, ich hab ein paar Rosinen und vielleicht ein paar eingelegte Kirschen. Dazu etwas Gewürznelke und Zimt.  Das ist ein echter Fass-Whisky!

 

 Geschmack

Der Antritt ist nicht warm, sondern regelrecht heiß – trotz der harmlosen 44,4%. Und hier hat das Fass ganz klar die Oberhand, ich hab sofort herbe Holznoten, dunkelste Zartbitterschokolade, lang gezogenen Schwarztee, eine schöne Süße nach ausgelassenem Demerara-Zucker, süßlichen Tabak und ein seltsam blumiges Aroma nach Omas Lavendelseife aus dem Kleiderschrank. Hab ich irgendwelche Früchte? Mit Wohlwollen etwas gewürztes Pflaumenmus. Und wieder jede Menge Holz, manchmal auch schon leicht modrig.
Ach, hab ich schon erwähnt, dass er ziemlich holzlastig schmeckt?

 

 Abgang

Der Abgang ist warm und sehr lang und mit ein wenig dunkler Honigsüße, Pfeifentabak und Karamell nicht so unangenehm wie erwartet. Ach ja – und herbes Holz natürlich.

 Kommentar

Ein Whisky, der mich polarisiert. Einerseits mag ich solche extremen Holznoten eigentlich gar nicht, andererseits finde ich ihn deswegen sehr faszinierend und muss immer wieder daran nippen. Das Eichenfass dominiert hier ganz klar, aber er ist trotz allem noch komplex und es können sich auch andere Aromen durchkämpfen. Und für den doch recht geringen Alkoholgehalt ist er erstaunlich dicht und voluminös. Und je öfter ich ihn probiere, desto mehr mag ich ihn.
Ja, gefällt mir gut!

 

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