Glenrothes 2004 Cellar Collection, 48,8%

Glenrothes 2004 Cellar Collection, 48,8%

snip_20180618115414

Als eine der wenigen bekannten großen Destillen der Speyside hat Glenrothes bislang weder ein Besucherzentrum noch einen Shop vor Ort. Daher mutet die Bezeichnung „Distillery Exclusive“ auf dem Etikett erst mal befremdlich an. Schaut man sich die inzwischen deutlich aufgepeppte Internetpräsenz genauer an, wird dort nun zaghaft begonnen, Touren durch die Destillerie anzubieten. Vorerst nur sporadisch und gegen Anmeldung, aber es scheint ein Anfang, sich den stetig mehrenden Fans dieses sehr aromatischen Whiskys zu öffnen. Auf diesen neuerlichen Touren soll dann diese sonst nirgends erhältliche Version des Vintage 2004 aufgetischt werden.
Der augenscheinlichste Unterschied ist natürlich der Alkoholgehalt. Hat der handelsübliche 2004er noch die für Glenrothes üblichen 43%, so wurde diese Cellar Collection mit satten 48,8% abgefüllt. Zudem verbrachte diese Abfüllung ein gutes Jahr länger in den Vintage-Fässern und wurde im Januar 2018 abgefüllt. Rein rechnerisch also ein 13jähriger Single Malt.
Ausgebaut wurde diese Abfüllung ausschließlich in sogenannten „seasoned casks“ aus amerikanischer Weißeiche, also Fässer, die vorher mit Oloroso-Sherry gesättigt wurden. In Ermangelung an echten – und teuren – europäischen Sherryfässern ein inzwischen weitverbreitetes Verfahren. Die meisten Standard-Sherryabfüllungen der führenden Whiskymarken werden in solchen Fässern gelagert.
Glenrothes färbt nicht und höherprozentige Whiskys werden auch nicht kühlfiltriert. Somit steht ein unverfälschter Genuss bevor.

 

unbenannt-0420-2-Bearbeitet-Bearbeitet-2.jpg

 

 

Nase

Statt der erwarteten Glenrothes-Toffee-Bombe, die ich in letzter Zeit allzu oft in der Nase hatte, strömt hier erst mal reines Urlaubsfeeling aus dem Glas – ein süßer tropischer Fruchtcocktail aus einer überreifen Ananas mit Mango-Püree, darüber Kokosraspel. Dann kommt aber auch sofort das unverwechselbare fette Butterkaramell mit viel Vanille und einer Prise Salz, das an frisches Shortbread erinnert. Dazu herbsüße Orangenschalen und Grapefruits. Genau so stelle ich mir ein abwechslungsreiches Fußballspiel Brasilien gegen Schottland vor.
Je länger er im Glas weilt, desto stärker werden die erdigeren Noten. Etwas muffig-moosiges Erdreich nach einem Regen und altes Holz. Schöne Gewürze wie Nelken und Kardamom geben diesem Whisky noch mehr aromatische Tiefe. Der hohe Alkoholgehalt treibt alles sehr intensiv und kräftig aus dem Glas, ohne selbst störend in Erscheinung zu treten.

Gaumen

Im Mund wiederholt sich das fruchtige Schauspiel der Nase. Auch hier gleich eine kräftige Süße mit Unmengen an Fruchtaromen. Dunkles Butter-Karamell mit saftigen Orangen  Hier bolzen die Aromen auf der Zunge herum und man weiß gar nicht, wen man favorisieren soll. Alles profitiert vom starken Alkohol, der eine schöne Ingwerschärfe mitbringt. Das Eichenholz wirkt pritzelig und intensiver als in der Nase, unterlegt alles mit einem schönen trockenen herben Teppich. Dazu süße Tabaknoten und wieder schöne dunkle Gewürze. Die erdig-modrigen Aromen hab ich auch hier und und sie ergänzen das fruchtig-süße Gesamtbild um schöne „dreckig-würzige“ Noten, die dem Ruf als „Friedhofs-Brennerei“ gerecht werden.

Abgang

Der Abgang ist lang und wird von dunklen reifen Früchten, aromatischen Kaffee-Röstaromen und dunklem Karamell bestimmt. Herbes trockenes Eichenholz und frisches Heu und ein paar Gewürznelken halten sich am längsten.

Kommentar

Hier dominiert eindeutig eine komplexe Fruchtigkeit gegenüber den sonst eher üblichen Butterscotch-Noten. Letztere sind vorhanden, aber eher als ergänzendes Teilstück.
An die Qualität der herausragenden Single-Cask-Abfüllungen der jüngeren Zeit kommt er zwar nicht heran, aber es ist einer der schönsten und komplexesten Glenrothes, die als OA ihren Weg in mein Tastingglas fanden. Und eine weitere Bestätigung, dass der Alkoholgehalt die Intensität eines Whiskys maßgeblich beeinflusst. Bei 43% fehlt es allen Standard-Glenrothes eindeutig am notwendigen Kick, der diesen hier weit über den Durchschnitt hebt. Es wäre sehr schön, wenn künftig mehr Glenrothes in dieser Qualität auch dem breiten Säuferkreis zur Verfügung gestellt würden.

 

unbenannt-0421-2-Bearbeitet

Whisky Meet & Greet Bloggertreffen im Brühler Whiskyhaus 2018

Whisky Meet & Greet Bloggertreffen im Brühler Whiskyhaus 2018

Herbert Feuerstein und der Whisky

Ich besitze ein Originalautogramm von Herbert Feuerstein. Auf einem 10-DM-Schein, weil ich an dem Abend im Düsseldorfer Schauspielhaus nichts anderes dabei hatte. Schmunzelnd kritzelte er nach einem vergnüglichen Abend mit Lesungen und Gesprächen sein markantes Monogramm auf den Schein und verpasste Carl Friedrich Gauss noch eine Brille.
Und gut 20 Jahre später stehe ich nun auf der Dachterrasse seiner ehemaligen Wohnung in Brühl und wieder ist es ein vergnüglicher Abend mit Gesprächen, Essen und – natürlich – Whisky.
Dass die in einen wunderschönen Tasting-Room umgestaltete Wohnung vorher Herbert Feuerstein gehörte, ist eine weitere der vielen kuriosen Anekdoten, die an diesem Abend die Runde machten.

Marco Bonn, der Besitzer des Brühler Whiskyhauses, hat unter dem Motto „Meet & Greet“ erneut zu einem Treffen aller Whisky-Blogger und Youtuber gerufen und es kamen viele. Vor allem am Vormittag zum lockeren Tasting des eigens dafür abgefüllten Whiskys aus der Speyside mit Grillwurst im Laden, an dem ich aus beruflichen Gründen nicht teilnehmen konnte.
Dafür dann aber am Abend, an dem sich die Riege der zum Teil weit angereisten Whisky-Enthusiasten schon deutlich ausgedünnt hat. Nach einem lockeren Aufwärmen im Laden wurden die Grills und ein paar sehr erlesene Whiskys dann auf die neu erworbene und schon erwähnte Dachwohnung geschleppt. Auf der luftigen Terrasse ließ sich die sommerliche Hitze gut ertragen und der Whisky schmeckte bei dem Blick über Brühl ganz ausgezeichnet.

unbenannt-2-2-Bearbeitet-Bearbeitet

Die exzellente Fassauswahl traf Maestro Marco höchstpersönlich.
Was für herrliche Zitusnoten!

 

 

 

 

 

unbenannt-0375-Bearbeitet

Über den Dächern von Brühl

 

 

 

 

 

 

Die bereitgestellten Whiskys waren erlesen, alt und selten, das Ambiente mit knisterndem Fake-Kamin, vollen Whiskyschränken und sehr schöner Einrichtung einfach nur großartig.

unbenannt-2-38

unbenannt-2-37

 

 

unbenannt-2-17-Bearbeitet

 

unbenannt-2-34
Dazu ziemlich nette Menschen mit vielen Anekdoten, Geschichten und Gesprächen.

 

 

 

 

unbenannt-2-40

Björn Bachirt von Whiskydiaries.de
und Dirk Lunken, unser Rechtsbeistand und ein wandelndes Whiskylexikon aus der Maltkanzlei

 

 

 

 

unbenannt-2-56

Ein gutgelaunter Marco Bonn, daneben Berhard Rems von
„Whiskyexperts“, der extra aus Wien angereist ist,
der Whiskybabbler Norman Bartel und Jürgen Reif von „Talking about Whisky“

 

 

 

 

 

Daniel Beuthner vom Youtube-Kanal „GötterfunkenTV“

 

unbenannt-2-43-Bearbeitet-2-Bearbeitet

 

 

Unser Experte aus Amerika, der „Whisky Jason“ mit seiner ganz speziellen unterhaltsamen Sicht auf Whisk(e)y

 

Die bezaubernde Petra Milde von „Mein Whisky“, die inzwischen sogar ein eigenes Buch veröffentlicht hat! Und mir die Verwechslung hoffentlich jemals verzeihen wird… 🙂

 

unbenannt-2-55
Ein nachdenklicher Andre Davepon von
„Andres Feine Notes“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Whisky-Expert Dirk Piesczek und der Babbler qualmen um die Wette.

 

unbenannt-2-11

 

 

unbenannt-2-46

Gegrillte Rum-Bananen mit Kokos, serviert mit Mango-Sorbet ❤

 

unbenannt-2-16-Bearbeitet-Bearbeitet

Eigener Whisky:

Zum Treffen wurde auch extra ein eigener Whisky abgefüllt, ein Single-Cask aus der Speyside, in Fassstärke und stark limitiert.

unbenannt-0395-Bearbeitet-Bearbeitet

Schon das erste Riechen offenbart Butterkaramell mit einer Extraportion Butterkaramell und einer Prise Salz – das ist so unverkennbar ein Glenrothes! Und ein richtig guter! Der wird noch gesondert auseinandergenommen.
Übrigens auch für Nicht-Blogger zu erwerben. 🙂

unbenannt-0396-Bearbeitet-2-Bearbeitet-Bearbeitet

 

Mein Résumé:

Es war ein wunderschöner Abend, von dem ich persönlich viele schöne Geschichten, witzige Anekdoten und sehr spannende Erfahrungen mitnehmen konnte.

Ich danke Marko Bonn und dem Team vom Brühler Whiskyhaus ganz herzlich, dass sich so sehr ins Zeug gelegt hat, diesen Abend so unbeschwert und unvergesslich werden zu lassen. Nichts wirkte gezwungen, nichts gewollt, alles war echt und kam von Herzen.
Marco ist ein großartiger Mensch, dem man anmerkt, dass er seinen Job trotz all des Stresses liebt und das auch weitergibt.

DANKE!

Sollte es ein nächstes Mal geben, bin ich garantiert wieder dabei!

unbenannt-0387-Bearbeitet

Bruichladdich Radoux Redwine Cask 63,5%

Bruichladdich Radoux Redwine Cask 63,5%

 

Ein Bruichladdich aus einem Radoux-Rotwein-Fass, klingt klasse. Aber Radoux sagt erst mal nichts darüber aus, was für ein Wein da vor dem Befüllen mit dem Whisky im Fass war, sondern in erster Linie etwas über die Qualität des Fasses. Denn Radoux ist nicht etwa eine Rebsorte oder ein Weinanbaugebiet, sondern ein namhafter französischer Hersteller von Eichenfässern jeder Art vornehmlich für die Weinindustrie, der inwischen auch in die USA expandiert hat. Dass sie dafür nur das beste französische und amerikanische Eichenholz benutzen, bürgt schon seit 1947 für Qualität. Jede einzelne Fassdaube lässt sich per eingelasertem Strichcode einer bestimmten Intensität an Tanninen zuordnen, so dass erfahrene Küfer ein ideales und individuelles Fass für jeden gewünschten Reifungsprozess zusammenstellen können. Modern Times.

In einem dieser Fässer nun lag 13 Jahre lang dieser Bruichladdich, der von einem Freund des Brühler Whiskyhauses über Umwege und geheime Kanäle, die nur eingeweihten Einhornjüngern bekannt sein dürften, für ebenjenes ergattert werden konnte. Viele Wochen der Ankündigungen gingen dem tatsächlichen Erscheinen voraus und die wenigen Flaschen waren schon zu der Zeit ausverkauft. Ich konnte mir jedoch durch eine Flaschenteilung eine durchaus verwertbare Menge sichern und freute mich wie die meisten auf die Ankunft in Deustchland. Und als es nach vielen schottischen Wirrungen und Umwegen dann endlich soweit war, standen mir als gestandenem Sulfurphobiker geradezu die Haare zu Berge – den ersten Eindrücken zufolge ist es offenbar wider Erwarten eine Schwefelbombe geworden.
Schwefel taugt in Verbindung mit Holzkohle und anderen Zutaten wunderbar zum Herstellen kleiner Sprengladungen, um ganze Playmobil-Bauten anderer Kinder mit ordentlich Krach und Getöse und Gestank in die Luft zu jagen und – hoppla, ich schweife ab… und verjährt sind die Taten inzwischen ohnehin…
Zumindest gehört Schwefel meiner Meinung nach nicht in Whisky und ich habe schon des Öfteren bereits bei Spuren davon meine Nase gerümpft. Olfaktorisch für mich also ein trump’sches total desaster…

Nun denn, die Flasche ist da und guten Mutes ab ins Glas damit. Stolze 63,5% Alkohol sind nach 13 Jahren Lagerung noch übrig. Müßig zu erwähnen, dass auf Kühlfiltration und Färbung verzichtet wurde.

unbenannt-9598-Bearbeitet

 

 Nase

Tja – was soll ich sagen. Mein großes Glück war offenbar der Erwerb einer Anbruchflasche, deren Inhalt schon genug Zeit zum Atmen hatte. Von Schwefel erst mal keine Spur. Puhhh… Mein erleichtertes Aufatmen sollte man noch in Brühl und Porz vernommen haben.
Schwefellos, aber auch etwas verhangen und blass finde ich ihn. Ein paar Tropfen Wasser – und er öffnet sich schlagartig. Er startet sodann mit einer grandiosen süßen Vanille, die an leckeren holländischen Fla-Pudding erinnert. Und dann ist da gleich auch die typische, dreckige und leicht hingerotze Bruchladdich-Schmuddel-Würze aus dem Hafenbecken mit etwas angebranntem Räucherschinken mit dicker Salzkruste. Wunderbar! Hartes dunkles Karamell und reife Feigen kommen hoch – eine sehr süffige Kombination, die ich auch mal in der Küche probieren muss! Es wird saurer, aber keine Zirusfrüchte, eher Richtung Rhabarberkompott und Quitte. Erdig und etwas schroff kommen die Eichennoten, von einem Rotweinfass merke ich noch nicht wirklich viel – keine Beeren oder rote Früchte. Den Alkohol spürt man nur hin und wieder. Und auch mit noch so viel Konzentration – kein Schwefel!

 Geschmack

Mit einer üppigen warmen Süße startet er kraftvoll am Gaumen – und dann sind sie da, die erhofften Weinnoten! Vergorene helle Trauben mit einer schönen säuerlichen Note – ich hätte ohne Vorkenntnis ja eher auf einen fruchtig-süßen Weißwein getippt. Auch hier wieder gekochter saftiger Rhabarber mit Vanillesoße. Die Tannine der französischen Eiche sind kräftig, belegen die Zunge mit einem leichten Pelz, die schöne erdige Würze erinnert an Pu-Erh-Tee,  Salzkaramell erweitert das süße Spektrum um noch mehr Nuancen. Und immer wieder die schönen pritzeligen Weinaromen, die sich nach vorne drängeln. Die Eiche ist auch immer spürbar, ist herb und holzig und erinnert an kantiges abgelagertes Bauholz.

 Abgang

Im Abgang verbleiben die leicht salzige Würze, mildes Eichenholz und schöne weinige Aromen kleben richtig lange am oberen Gaumen. Der wirkt noch richtig nach – wunderschön.

 Kommentar

Die Ankündigung eines Schwefel-Whiskys ließ mich fast zögern – wie gut, dass ich dann doch probiert habe. Er braucht offenbar wirklich einfach Zeit zum Atmen, dann verschwindet der Schwefel gänzlich. Und übrig bleibt ein kleines Laddie-Juwel mit ungewöhnlich schönen hellen Weinnoten. Rotweinfässer können einen Whisky wunderbar ergänzen – oder ihn gänzlich zerstören. Gerade bei eher leichten Whiskys ist die Gefahr der Überlagerung mit Weinnoten recht groß. Hier hat es ganz wunderbar funtioniert. Bruichladdich ist ein sehr kräftiger und charaktervoller Whisky, den man mit speziellen Fasslagerungen sehr schön ergänzen kann. Und der Grundcharakter von Bruichladdich ist immer unverkennbar präsent. Einer der schönsten Laddies, die ich seit langem im Glas hatte!
Sehr schade, dass ich aufgrund meiner doofen Arbeitszeiten keine ganze Flasche ergattern konnte.
Zwei beinahe zeitgleich abgefüllte Port Charlotte aus unterschiedlichen Rotweinfässern klingen ebenfalls extrem spannend – liegen preislich aber leider weit jenseits meiner Gehaltsklasse.

unbenannt-9602-Bearbeitet-Bearbeitet-2

DEANSTON Decennary, 46,3%

DEANSTON Decennary, 46,3%

 

Mein 100. Blogbeitrag – ein kleines Jubiläum.

Was läge da näher, als einen Jubiläumswhisky zu verkosten. Noch dazu aus meiner Lieblingsdestillerie.

unbenannt-9568-Bearbeitet-2-Bearbeitet2
Whiskys, die zu einem Destillerie-Jubiläum erscheinen, werden in der Regel intensiv und wortreich beworben und man lockt die Fans mit Zuteilungen und engen Zeitfenstern für die Bestellung an die PCs. Vor allem Laphroaig und Ardbeg demonstrieren diese Art Marketing immer wieder vorbildlich.
Nun wird Deanston keine 200 Jahre alt, sondern erst juvenile 50, aber außer auf der Facebookseite hat man kaum irgendwo überhaupt von diesem Jubiläum erfahren. Und noch weniger von dem Whisky, der speziell dafür kreiert wurde. Echtes Understatement.

So hat auch diese limitierte Abfüllung wieder mal eher leise ihren Weg zu den Whiskyliebhabern gefunden. Zu bekommen ist sie entweder vor Ort im Store des Besucherzentrums oder inzwischen auch im ganz neu eröffneten Online Shop von Deanston.

Deanston legt viel Wert auf Tradition, sowohl in der Herstellung als auch im Marketing. So findet man außer in den Büros keinerlei Computer, die irgendwelche Herstellungsprozesse steuern. Der gesamte Strom, der zum Betrieb der Destillerie benötigt wird, entspringt dem Fluss Teith, der direkt am Gebäude entlangfließt. Man nutzt die Wasserkraft und kann damit sogar noch Teile der Ortschaft mit Strom versorgen.
Die Liebe zur Tradition und zur eigenen Geschichte schlägt sich auch im Design der neu entworfenen Flaschen nieder, wenn man einen genaueren Blick darauf wirft. Auch wenn die eigene Historie im Vergleich zu anderen Destillerien eher recht kurz ist, so hat man die Brennerei in einem historischen Gebäude mit langer und durchaus bedeutender Geschichte erbaut – in einer ehemalige Baumwollfabrik, deren Anfänge bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts zurückreichen.

unbenannt-9066-Bearbeitet-2
Die „Münzen“, die die aktuellen Korken der Flaschen zieren, sind zum Beispiel eine Replik einer alten Währung und weist seltsame Merkmale auf. So fragt man sich, was Karl der Große, der darauf mit „Gratia Carolus“ Erwähnung findet, mit der Geschichte von Deanston oder Schottland allgemein zu tun hat. Forscht man nach, so stößt man auf eine eigene Währung für die Angestellten, die die Adelphi-Weberei – zu der auch die Deanston Mill gehörte – zu Zeiten einer Geldknappheit zum Bezahlen von Lebensmitteln auf zum Teil alte wertlose Münzen prägen ließ. Diese sogenannten Countermarks hatten einen Wert von 5 Shilling. Dass man dafür damals ausdrücklich keinen Alkohol sondern nur Lebensmittel beziehen konnte, mutet bei der aktuellen Huldigung in Whisky-Korken schon ein wenig ironisch an.
Soweit ein kleiner Streifzug durch die Historie der Brennerei. Doch nun zum Whisky. Endlich… 🙂

unbenannt-9570-Bearbeitet-Bearbeitet

Vier Whiskys aus vier Jahrzehnten wurden für den Decennary vermählt. Und für das fünfzigjährige Jubiläum hat Deanston nicht einfach irgendwelche Fässer genommen – die enthaltenen Whiskys kommen einem zum Teil schon recht bekannt vor:

  • 1977 Whisky Refill
  • 1982 American Oak
  • 1996 Port Pipe
  • 2006 Pedro Ximénez

So gibt es bereits einen 40jährigen Deanston exklusiv im Travel-Retail als auch einen 20jährigen mit Portwood-Finish – der ebenfalls nur als Limited Edition erhältlich war – und den allseits bekannten und inzwischen schon legendären 10jährigen aus PX-Fässern. Alle für sich genommen herausragende Whiskys. Insgesamt wurden 1400 einzeln nummerierte Flaschen mit diesem spannenden Vatting befüllt, was nahelegt, dass jeweils nur ein einzelnes Fass jedes Jahrgangs genommen wurde. Flasche Nr. 1350 hat nun ihren Weg ins Glas gefunden. Bei Deanston wie üblich ohne Farbstoff und ohne Kühlfriltration und in der typischen Deanston-Stärke mit 46,3%.

unbenannt-9563-Bearbeitet-Bearbeitet

 

 Nase

Sofort wird die Nase mit dunklen und sehr aromatischen, leicht säuerlichen Früchten umgarnt. Er erinnert anfangs schon stark an den Portwein-Deanston, den es im letzten Jahr exklusiv im Destillerieshop zu kaufen gab. Aber schnell ist da auch viel mehr. Reife Birnen, dunkles, leicht angebranntes Karamell von einer Creme Brulee – man hört fast das Knacken der harten flambierten Zuckerschicht. Der aromatisch-süße Duft, der einem entgegenströmt, wenn man eine frische Packung Pfeifentabak mit Vanille öffnet. Eingekochtes Beerenobst mit viel Vanille geben eine Vorahnung auf die zu erwartende Süße. Das alles entwickelt sich auf einem permanent wahrnehmbaren dicken Teppich aus vielen dunklen und alten Holznoten, die sich mehr und mehr in den Vordergrund schieben. Immer dunkler und schwerer werdend merkt man neben der leichten süßen Fruchtigkeit auch das tiefe Alter der Fässer. Die Nase kann sich kaum lösen, so abwechslungsreich und bunt schwappen da die Aromen in wechselnder Intensität aus dem Glas.

 

 Der Gaumen als Bühne

Im Mund spielt sich dann wirklich Unglaubliches ab, als würde jedes Fass, losgelöst von der Einheit, um Aufmerksamkeit buhlen – ein wahres Schauspiel in mehreren Akten.

Als Prolog betreten dunkle saftig-klebrige Trockenfrüchte behäbig und schleppend die Bühne des Gaumens. Ihre Darbietung aromatisch-tief und süß und geheimnisvoll, gespickt mit Gewürzen aus 1001 Nacht und kräftigen süßlichen Tabaknoten sorgen sie fast für orientalisches Flair.

Danach hat die Eiche ihren Aufritt. Polternd kommt sie auf die Bühne gestürmt, will der Star sein, läuft knurrig und wild gestikulierend mephistogleich von einer Ecke zur anderen, sorgt mit herben Tanninen und Aromen von alten, schon teils morschen Hölzern, die in feuchten muffigen Kellern lagerten, für Aufsehen und Begeisterung, Ahhs und Ohhs raunen durchs Publikum. Nach einem tiefgründig prickelnden Crescendo wärmender und leicht säuerlicher Holznoten wird sie immer weicher und milder, verbeugt sich schließlich erhaben, um der nächsten Verführung die Bühne zu überlassen.

Der Epilog gehört ganz der Süße. Fast schwebend tänzelnd und honigsüß huscht sie über die knarzenden Bretter, wirft cremige Kräuterbonbons ins Publikum, streut würzigen Muscovado-Zucker und mit einem schönen dunklen Malz-Aroma entschwindet sie der Bühne.

 Abgang

Was bleibt, nachdem der Beifall verhallt ist: Altes rissiges Dielen-Holz mit dem Duft unzähliger aufgeführter Dramen, dunkler Tannenhonig, süßes würziges Trockenobst und eine ganze Flut von Gewürzen bilden einen beeindruckend vollen und langen Abgang – das Kauen und Schmatzen will gar kein Ende nehmen. Die Eichennoten sind schwer und dunkel, bilden feine Röstaromen wie bei einem frisch gebrühten Espresso mit viel Crema und haften mit ihren herben Nuancen und einer wohligen süßen Wärme am längsten und flauen nur langsam ab.
Dann – ehrfürchtige Stille. Der Vorhang zu, keine Fragen offen.

Kommentar

Schon vorletztes Jahr sorgte Deanston mit dem 10yo PX kurz vor Jahresende für ein Highlight, seitdem sind gleich mehrere limitierte und zum Teil nur vor Ort in der Destillerie erhältliche Abfüllungen erschienen, die mir alle durchweg gefallen haben und zum Teil auch richtig begeistern konnten. Den krönenden Abschluss bietet in der Tat dieser Jubiläumswhisky. Er ist zwar nicht in Fassstärke abgefüllt sondern in der sehr angenehmen und für Deanston typischen Trinkstärke mit 46,3%, aber das macht ihn in meinen Augen nur noch angenehmer und ist sicher auch den niedrigeren Alkoholgehalten der alten Abfüllungen geschuldet.
Er vereint wirklich das Beste aus vier Jahrzehnten. Wer die anderen Abfüllungen kennt, wird sie auch hier wiederfinden – und noch viel mehr. Denn er ist deutlich mehr als die Summe der zusammengekippten Einzelwhiskys, sondern eine in sich stimmige, harmonische und ganz eigene Schöpfung, beinahe eine Sinfonie in Perfektion ohne einen Missklang, in der jedes Fass seine eigene unverkennbare Partitur bekommt. Die wunderbare würzige Fruchtigkeit der Port- und PX-Fässer kombiniert mit der aromatischen Tiefe der 40 Jahre. Unglaublich tiefgründig, unglaublich vielschichtig und bei jedem Schluck aufs Neue spannend und mit immer neuen Aromen, die es zu entdecken gilt. Ein ganz und gar perfektes Konglomerat aus großartigen eigenständigen Whiskys, das nicht besser hätte ausfallen können – eine Glanzleistung des Masterblenders!
Mein ganz persönliches Weihnachtsgeschenk 2017 und ohne Frage DAS Highlight des letzten Jahres.

unbenannt-8367-Bearbeitet-Bearbeitet-2

Aberlour Casg Annamh, 48%

Aberlour Casg Annamh, 48%

Aberlour in der Speyside ist bekannt für Abfüllungen aus ehemaligen Sherry-Fässern und es gibt eine große Bandbreite an Standard-Abfüllungen, die sich sowohl im Alter als auch im Alkoholgehalt und der Fasszusammenstellung unterscheiden.
Ein wahrer Klassiker und der unter Whisky-Enthusiasten wohl beliebteste Aberlour ist der A’bunadh, der seit vielen Jahren in regelmäßigen Batches erscheint und für eine große Fangemeinde sorgt. Intensive Sherry-Noten in hoher Fassstärke sind seine Markenzeichen. Gereift wird der A’bunadh ausschließlich in ehemaligen Oloroso-Sherrybutts aus europäischer Eiche.
Mit dem Casg Annamh will Aberlour nun offenbar eine neue Serie in kleinen Batches etablieren. Das besondere an diesen „seltenen Fässern“ – was Casg Annamh bedeutet – ist der vorwiegende Gebrauch von Fässern aus zwei verschiedenen amerikanischen Eichenhölzern. Zusätzlich kommen auch hier Olososo-Fässer aus europäischer Eiche zum Einsatz. Klingt schon mal spannend.
Auch der für Aberlour eher seltene hohe Alkoholgehalt von 48% und der Verzicht auf Kühlfiltration versprechen ein intensives Erlebnis.
Hier ist nun also das allerste Batch No. 001 im Glas.

unbenannt-9557-Bearbeitet-3

 

 

 Auge

Mit einem satten Goldbraun liegt der Casg Annamh im Glas, die Beinchen sind eng und winzig und weigern sich fast beharrlich, die Glaswand hinabzulaufen – das verspricht Intensität!

unbenannt-9554-Bearbeitet

 Nase

Eine völlig andere Nase als der der A’bunadh. Waren es dort starke typische Sherry-Noten, so erwartet einen hier ein völlig anderes Spektrum an Aromen.
Eingelegte süße Maraschino-Kirschen und Marzipan, Mandelöl, sehr reife und leicht angedrückte Bananen mit braunen Flecken auf der Schale. Dazu schönes Karamell, wenngleich auch nicht so dunkel und intensiv wie bei typischen Sherry-Whiskys. Getrocknete Pfirsiche bringen dann doch einen Hauch Sherry-Standard ins Spiel. Und dann sind sie auch schon da  – die außergewöhnlichen Eichenaromen! Sie erinnern mich an frisch abgebrochene Äste von Obstbäumen, so ein saftig süßlicher und intensiv trocken-würziger Holzgeruch. In Verbindung mit etwas Holzpolitur erinnert er fast an Virgin Oak. Das sind die interessantesten Holznoten, die ich seit langem im Glas hatte.

 Geschmack

Sehr ölig und zäh läuft er über die Zunge, erinnert an frisches weiches Leinöl. Warm und kräftig kommen schöne süße Honignoten mit Vanille und Marzipan. Wieder die würzigen Trocken-Pfirsiche und überreife Weintrauben. Die Süße geht nach und nach über in wärmende kantige Holznoten mit schönen Gewürzen, helles und glatt poliertes Eichenholz statt alter dunkler Fässer. Alles sehr kräftig, frisch und belebend.

Abgang

Der Abgang ist lang und wohlschmeckend, vor allem die Süße von frisch zerkauten Grashalmen und Malzzucker. Dazu ein entfernter Anklang von eingelegten Rosinen, schönen Gewürzen wie Nelken und Kardamom und wieder viel herbsüße Eichenaromen.

 Kommentar

Ein Aberlour, der etwas aus der Reihe schlägt und mich wirklich überraschen und überzeugen konnte. Kein Abklatsch vom großen Bruder A’bunadh, sondern sehr eigenständig und anders. Sehr gut ausbalanciert zwischen einer sämigen, fast öligen fruchtigen Süße und dominanten und ungewöhnlichen Holznoten, wobei sich keine der beiden zu sehr in den Vordergrund drängt. Gefällt mir ausgesprochen gut, da schaue ich erwartungsvoll auf folgende Batches!

unbenannt-9558-Bearbeitet

Bunnahabhain 2008 DT for „The Inner Circle“, 53,3%

Bunnahabhain 2008 DT for „The Inner Circle“, 53,3%

Die erste Abfüllung, die exklusiv für eine Facebook-Gruppe von Arne von Whic.de organisiert wurde, war sehr begehrt und es gab deutlich mehr Interessenten als Flaschen. So entschied ein Losverfahren die Zuteilung – und ich ging leider leer aus. Einzig ein kleines Sample konnte ich ergattern.
Es handelt sich um einen 9jährigen Bunnahabhain von der Insel Islay aus der Octave-Serie von Duncan Taylor. Nun bin ein kein großer Freund dieser Octave-Abfüllungen, bei denen meiner Meinung nach schwache Fässer durch eine Nachreifung in den kleinen Octaves, die aus ehemaligen Sherryfässern hergestellt wurden, aufgepeppt werden.
Sei’s drum, einem Bunna kann ich nie widerstehen und ich hatte bislang auch noch keinen, der mir überhaupt nicht zugesagt hat. Und ich hatte derer schon Einige.
Und entscheidend ist – wie ja eigentlich immer – was hinten rauskommt.

Abgefüllt wurde dieser hier, wie erwähnt, für eine Facebook-Gruppe und der Bunna kam in Fassstärke mit 53,3% in die insgesamt nur 82 Flaschen.

 

unbenannt-9494-Bearbeitet

Auge

Schönes leuchtendes dunkles Altgold strahlt aus dem Glas, die Beine sind dünn und träge.

Nase

Initial strömt mir frisches Brioche entgegen, leicht buttrig und hefig. Dann folgen aber schon die für Bunnahabhain so typischen maritimen Aromen nach salziger Gischt und Meeresluft. Etwas überreife Zitrusfrüchte, die inzwischen mehr süßliche als saure Noten verströmen, bringen eine junge Fruchtigkeit ins Spiel. Schwere dunkle Sherry-Aromen kann ich nicht wirklich finden. Je länger er im Glas atmet, desto deutlicher kommen dagegen schöne süße Vanille-Aromen zum Vorschein. Etwas Salbei und frisches Menthol bringen einen kühlen Hauch, kantiges glattes Holz sorgt für etwas Fasseinfluss. Der Alkohol frotzelt ein wenig in der Nase.

Gaumen

Im Mund gleich sehr wuchtig und aromatisch, eine grasige und krautige Würze mit schönem Wiesenhonig und Vanillewaffeln. Salz und Zitrone – für einen kurzen Moment glaube ich mich bei einem Tequila-Tasting… Das Salz ist schön in eine karamellige Süße eingebunden, die allerdings nicht lange vorhält. Trocken und herb drängen polierte und hell glänzende Eichennoten nach vorn und erinnern mich in ihrer Intensität und schroffen Art schon fast an jungfräuliches Virgin-Oak.

Abgang

Im warmen und mittellangen Abgang verbleiben vor allem schöne süße Malznoten, Gerstenhalme und etwas Anis.

Kommentar

Für echte Tiefe und Komplexität fehlt es ihm an Jahren der Reifung – dass kann auch die Nachreifung für ein paar Monate in einem kleinen und reaktionsfreudigen Octave nicht ausbügeln. Mir sind ja dominante Sherry-Whiskys, wie sie mittlerweile austauschbar den Markt zu beherrschen scheinen, inzwischen fast ein Graus, aber hier vermisse ich dann doch das eine oder andere entsprechende Aroma. Aber insgesamt ein schöner junger und gefälliger Bunnahabhain, der vor allem im Mund Freude macht und seine Herkunft nicht verleugnet. Eine gelungene Gruppenabfüllung.

unbenannt-9499-Bearbeitet

Glenrothes „Malocherwhisky“, 46%

Glenrothes „Malocherwhisky“, 46%

 

Glenrothes ist kein sanfter Schmeichelwhisky. Er ist meist ziemlich direkt, erdig und manchmal auch etwas schroff – passt also vom Charakter her schon mal ganz gut ins Ruhrgebiet, wo einem früher beim Niesen die Briketts aus der Nase flogen…

Für einen örtlichen Sportverein hat der Whiskyhort in Oberhausen diesen mit nur 40 Flaschen stark limitierten Whisky abgefüllt und ihn – passend zur Bergbau-Region –  „Malocherwhisky“ getauft.
An Information zum Whisky gibt es auf der Flasche nicht viel zu entdecken. Da stehen lediglich die Abfülljahre und die Alkoholstärke und der Hinweis, dass weder gefärbt noch kühlfiltriert wurde. Der Trübung nach zu urteilen, wurde er gar nicht gefiltert – wie die Schlote der alten Zechen in den Siebzigern. Dass es sich um einen Glenrothes mit einem Sherry-Finish handelt, erfährt man nur auf der Shop-Seite.

Nun denn – den Kohlenstaub aus den Klamotten geklopft und ab inne Tasse mit dat Zeuch! Glück auf!

Malocher01

 Aufstieg inne Nase

Hömma, dat is nen waschechten Glenrottes, da kannse Dein Omma für verwetten!  Sowat von Butterkeks und richtich fett Vanille finnse sons nur bei Kuchen-Erna umme Ecke!  Un Früchte haste hier! Nee, wat is dat lecker! Da musste schon aufn Bottropper Kirchplatz für fahrn wennse solche Früchte ham willst! Un wattse an Weihnachten imma inne Kuchn tun, den Gewürzkram, dat tu ich auch riechen. Un kann ja sein, dat ich das noch vom Montiern vonne Auspuff inne Nase hab, aber nen gans bissken Schwefel kannse hier auch schnuppern. Passt aber gut un tut nich weiter störn. Nen bissken wat von Giselas Eichentruhe, wose Erwin sein Socken immer reintut.

 Durchfrickeln im Mund

Boah, wat is der schön warm wenner die Kehle runterfährt! Da kommse fast ins Schwitzen bei! Nen Doppelkorn is nix dagegen, ich sachet Dir! Und wieder dat ganze Fruchtgedöns, die Butterkekse und richtich süß isser! Als wie wennse Dir nen Bütterken mit Honig schmiern tust. Bissken olle Gartenerde ausm Schrebergarten is mit dabei, dat gibt Würze! Junge, dat geht ganz schön ab mit dat Zeuch hier in Mund, da tanzt die Helga aber Polka bei! Da denkste, den hammse frisch ausm Fass gekippt. Da hasse nich nur Giselas Truhe, da issn ganzet Kabüffken voll Holz inne Flasche drin.

 Abstieg inne Kehle

Da klingeln dir noch ne halbe Stunde später die Ohrn von! Immer noch süß wie Bömmskes und nen bissken Grashalme vonne Muckis und olles Holz. Da hasse ma richtich wat von.

 Hömma zu!

Wat? Der soll nur neun Jahre aufm Buckel ham? Dat kannse Dein Schwiegermutter erzähln! Mit dat Zeuch kriegste jedes Mopped wieder ans Laufen! Wennse den im Glas hass, weisse, für wat Du da malochen gehst!
Dat is kein Kokolores, dat is nen ganz feinet Dröppken! Da wirste nich betuppt bei, dat is nen ehrlichen Whisky, dense da für Dein Geld kriegen tust!
Bei son Kumpel da brauchse kein Groove-Gedöns!
unbenannt-9309-Bearbeitet-Bearbeitet